Zsolnay Verlag: Achtzig jahre nach Franz Werfels (photo) Epos Die vierzig Tage des Musa Dagh schreibt nun Varujan Vosganian das große Buch des armenischen Volkes.
Eine fremde und ferne Welt, voll von phantastischen Geschichten und von tragischer Geschichte. Varujan Vosganian verwandelt das Schicksal des armenischen Volkes in einen epochalen Roman.
“Ich spielte unter dem Tisch im Hof, wenn dieAlten sich Geschichten erzählten oder schöne Lieder traurigen Inhalts summten…Schickt das Kind hier weg, sagte manchmal eine der Tanten. Lass es da, sagte Großvaster.Immer bleibt einer übrig, der erzählt. Vielleicht wird gerade er einmal der Erzähler sein.“
Heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, breitet Varujan Vosganian- das Kind von damals – einen Teppich an Geschichten und Figuren vor uns aus, wie er feiner nicht gewebt sein könnte. In Focsani, einer rumänischen Provinzstadt, scheinen sich die Wege des aus seiner Heimat vertriebenen armenischen Volkes zu kreuzen. Wir erfahren von Sahag, den seine Mutter für einen Sack Mehl an einen Araber verkaufen musste, um die Schwester vor dem Tod zu retten; von Siruni, der von den Russen nach Sibirien deportiert wurde, nachdem er von seinen eigenen Leuten der Kollaboration mit den Deutschen bezichtigt worden war, von weltweiten Kommandoaktionen de Armenier gegen die für den Genozid verantwortlichen Türken und immer wieder von Großvater Garabet, der weise dir Fäden dieser so wunder-wie grausamen Saga zusammenhält.
Große Präsentationen im November in Berlin, Wien und Salzburg
Varujan Vosganian
Buch des Flüsterns
Roman
Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner
Varujan Vosganian, geboren 1958 in Craiova, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Foçsani. Von 2006 bis 2008 rumänischer Finanz- und Wirtschaftsminister, seit 2013 wieder Wirtschaftsminister. Präsident der Vereinigung der Armenier.
Ernest Wichner, geboren 1952 in Guttenburnn(Banat/Rumänien), lebt siit 1975 in Deutschland. Seit 2003 Leiter des Literaturhauses Berlin. Er übersetzte u.a. Mircea Cartarescu, M.Blecher und Norman Manea aus dem Rumänischen.